Supply Chain Management mittels Blockchain Technologie verbessern?

Supply Chain Management (SCM) kann sehr komplex sein. Lieferketten (Supply Chains) beinhalten die Umwandlung von Rohstoffen und Komponenten in ein Produkt, das verkauft und an einen Kunden geliefert wird. Lieferketten verbinden auch die Wertschöpfungsketten der beteiligten Unternehmen im komplexen System. Ein Supply Chain Manager befasst sich vor allem mit der Gestaltung der Lieferkette (Supply Chain Design) und der Optimierung der Supply Chain Effizienz – aber auch dem Schutz der Lieferkette. In den meisten Fällen bezieht sich dies vor allem auf eines: den Fälschungsschutz.

Doch wie können wir unsere Produkte schützen?

Die kurze Antwort lautet: Durch den Einsatz von Blockchain-Technologie im Supply-Chain-Management kann die Fälschungssicherheit drastisch erhöht werden.

Die Blockchain Technologie ist die bisher beste Lösung zum Schutz vor Fälschungen, weil sie eine effiziente Nachverfolgung durch Blockchain Tracking und eine unvergleichbare Supply Chain Transparenz ermöglicht. Somit kann der Einsatz von Blockchain für Supply Chains sowohl das Lieferkettenmanagement optimieren als auch die Betrugsprävention verbessern.

Arzneimittelfälschungen Coronavirus Fake drugs and counterfeit pharmaceuticals

Arzneimittelfälschungen 2021
Die zentrale Rolle der Blockchain im Kampf gegen COVID-19

Während das Coronavirus und seine Mutationen uns 2020 auf Trab hielten, konnten Fälscher Unmengen an Arzneimittelfälschungen in Umlauf bringen.

Pharmazeutischen Unternehmen versuchen, ihre Lieferanten zu überwachen und die Authentizität ihrer Lieferkette zu überprüfen. Doch der boomende Fälschungsmarkt scheint diesen immer einen Schritt voraus zu sein. Ein effektiver und zuverlässiger Schutz für die Supply Chain gibt es bislang nur einen: Die Blockchain.

Das beschreibt CEO und Blockchain-Experte Arman Sarhaddar in seinem Artikel zu Arzneimittelfälschungen in der Pandemie.

Hier geht es zum originalen Artikel auf Builtin.com in englischer Sprache: While you’ve been distracted by COVID-19, counterfeiters have been pushing fake drugs. Here’s how Blockchain can stop them.

Arzneimittelfälschungen 2021: Seit März 2020 tauchen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zahllose Produktfälschungen im Netz auf. Die Imitate und Fakes infiltrieren auch die legale Supply Chain.

Arzneimittelfälschungen 2021: Seit März 2020 tauchen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zahllose Produktfälschungen im Netz auf. Die Imitate und Fakes infiltrieren auch die legale Supply Chain einiger Unternehmen.


Blockchain gegen COVID-19 und Arzneimittelfälschungen

 

Die Blockchain Technologie ist dezentralisiert, vertrauenswürdig, transparent und fälschungssicher. All diese Eigenschaften sind nicht nur im Bereich der Kryptowährungen und des Bankwesens nützlich. Die Anwendung der Blockchain scheint in Anbetracht der Tatsachen noch viel sinnvoller für zahlreiche weitere Zwecke – auch im Kampf gegen das neuartige Coronavirus.

Folglich kündigte die Weltgesundheitsorganisation Ende März ihre Zusammenarbeit mit Unternehmen an, die die Blockchain bereits erfolgreich einsetzen. Das sind zum Beispiel IBM, Oracle und Microsoft. Ziel sei es, eine Plattform zum Sammeln und Teilen von Daten zu entwickeln, um die Pandemie einzudämmen.

Eine solche Plattform ist sicherlich nützlich. Doch ist sie nicht die einzige Möglichkeit, Blockchain Technologie in der Gesundheitskrise einzusetzen. Im vorangegangen Blogartikel erläuterten wir bereits 3 Digital Trends, die von der Distributed Ledger Technologie (DLT) oder Blockchain 2021 revolutioniert werden könnten.

Die Blockchain kann uns 2021 bei der Verwaltung und Kontrolle des Coronavirus-Ausbruchs auf vielfältige Weise helfen. Um die Gesundheitsrisiken durch den globalen Handel mit Fälschungen zu lindern, kann die Blockchain zum Beispiel auch zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen eingesetzt werden.

1. Die Flut der Arzneimittelfälschungen 2020

 

Noch nie haben sich so viele Wissenschaftler rund um den Globus so schnell zusammengefunden, um Impfstoffe gegen ein Virus zu erforschen. Der Grund dafür scheint manchen Menschen nicht klar zu sein: Das Virus vermehrt sich exponentiell und bedroht damit fast acht Milliarden Menschen.

Europol warnte bereits im März 2020 vor einem Anstieg der Kriminalität im Zusammenhang mit der Pandemie. Laut dem Bericht der Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union nehmen Fälle von Cyberkriminalität, Betrug, Diebstahl sowie Fälschungskriminalität zu.

Die Verkaufszahlen von gefälschtem medizinischem Equipment wie Schutzausrüstungen und Medikamentenfälschungen sind rasant gestiegen. Fälscher schüren gezielt die Angst vor der Verknappung von Gesichtsmasken und Desinfektionsmitteln, um daraus Profit zu schlagen. Auch die Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten zur Unterstützung des Immunsystems wurde rücksichtslos ausgeschlachtet.

Bei der Operation Pangea, einer Razzia gegen das organisierte Verbrechen im März 2020, beschlagnahmte Europol vier Millionen Packungen diverser Arzneimittelfälschungen und etwa 34.000 gefälschte chirurgische Masken. Unter den gefälschten Medikamenten befanden sich antivirale Medikamente, das Anti-Malaria-Mittel Chloroquin sowie Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate.

Zusammen mit anderen Beobachtungen rund um Produkte wie gefälschte Antibiotika und Viagra zeigen solche Vorfälle, dass beliebte und dringend benötigte Arzneimittel besonders stark von Fälschungen betroffen sind.

Doch ein Ende dieser Aktivitäten ist noch lange nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil.

Die Nachfrage nach Impfstoffen und Heilmittel gegen COVID-19 ist riesig. Das Angebot hinkt hinterher, wie wir aktuell überall sehen können. Nach wie vor profitieren Fälscher – vor allem online.

Das Internet ist das größte Einfallstor für Arzneimittelfälschungen sowie Fake Impfstoffe. Die Bestellung von Arzneimitteln in Online-Apotheken wurde durch die eingeschränkte Mobilität in Zeiten des Lockdowns immer beliebter. Doch nicht allen Anbietern kann man trauen. Kriminelle ködern ahnungslose Opfer mit scheinbar attraktiven Preisen und Produkten. Während einer globalen Gesundheitskrise sind diese Aktivitäten besonders gefährlich und eine immense Bedrohung für Menschenleben.

2. Wie die Blockchain Fälschern das Handwerk legen kann

 

Pharmazeutische Unternehmen überwachen ihre Zulieferer, überprüfen die Qualität und Authentizität ihrer Supply Chain und stellen Qualitätskontrollen auf hohem Niveau sicher. Dennoch ist es schwierig, einen vollständigen Schutz vor kriminellen Aktivitäten zu gewährleisten – zumindest war es das bis jetzt.

Heute kann die Blockchain Technologie als bislang beste Anti-Counterfeiting-Lösung einen Rund-um-Schutz davor bieten, dass gefälschte Medikamente in die Lieferkette gelangen. Die Distributed Ledger Technologie erlaubt es, Daten dezentral zu speichern. So werden Daten auf einem verteilten Netzwerk von Knotenpunkten statt in einer zentralen Datenbank gespeichert.

Jeder Eintrag ist dabei einzeln verschlüsselt. Jede Änderung muss von allen Knoten innerhalb des Systems verifiziert werden. Das macht es praktisch unmöglich, Blockchain Lösungen zu hacken, und einmal gespeicherte Daten können nachträglich nicht mehr manipuliert werden. Die Blockchain Technologie macht es daher viel einfacher, Betrug zu erkennen und Schwachstellen in der Supply Chain zu identifizieren. So haben Unternehmen die volle Supply Chain Transparenz und den optimalen Fälschungsschutz.

Die Technologie eröffnet zudem die Möglichkeit, dass jeder Kunde die Echtheit gekaufter Medikamente überprüfen kann – zum Beispiel indem ein QR-Code auf der Produktverpackung über eine App wie ivault gescannt wird. So kann jeder Käufer leicht feststellen, ob sein Produkt echt oder mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht ist.

Die Blockchain Technologie erhöht damit neben der Fälschungssicherheit auch den Markenschutz sowie die Sicherheit von Produkten und Patienten.

Neben der Kombination von Distributed Ledger Technologie und QR-Codes sind Blockchain-Lösungen auch mit anderen etablierten Technologien kompatibel. Um einen noch besseren Schutz vor Arzneimittelfälschungen und anderen gefälschten medizinischen Produkten zu erreichen, kann sie mit RFID oder GPS kombiniert werden – Technologien, die auf der kontaktlosen Übertragung von Daten beruhen.

Dadurch lässt sich Blockchain an die individuellen Anforderungen jedes Unternehmens anpassen und bringt viele Vorteile mit sich. Das gilt für den Hersteller zahlreicher Produkte – von Röntgengeräten über Test-Equipment und Impfstoffen bis hin zu Masken und einfachen Pillen.

Arzneimittelfälschungen in der Corona-Pandemie 2020: Von gefälschten Schutzmasken und Fake Impfstoffen wird online alles angeboten.

Arzneimittelfälschungen in der Pandemie 2021: Einige Zulassungen sind bereits erfolgt und die Verabreichung der ersten Impfstoff-Dosen hat begonnen. Doch Betrüger warten nur auf ihre Chance, gefälschte Impfstoffe in den Umlauf zu bringen. Die Blockchain kann bei Impfstoffverteilung in Sachen Nachverfolgung helfen.

 

Die Authentizität von Produkten auf höchstem Niveau sicherzustellen, ist damit bislang nur durch den Einsatz der Blockchain Technologie möglich. Gleichzeitig dient die Blockchain als effektives Mittel zur Abschreckung von Fälschern, denn es lässt sich ganz einfach feststellen, wo genau Fälschungen in eine Lieferkette gelangt sind.

Die Blockchain rückt während der Pandemie also zu Recht vermehrt in den Fokus der Unternehmen. Nachdem sie lange Zeit trivialisiert und nur mit Kryptowährungen in Verbindung gebracht wurde, wird ihr volles Potential nun erkannt. Sie kann die notwendige Transparenz und höchstmögliche Sicherheit bieten, und damit auch Menschenleben retten.


Arzneimittelfälschungen Statistiken 2021:
Zahlen und Fakten zum heutigen Stand

 

Die Krise hat die Gefahren, die vom weltweiten Handel mit Arzneimittelfälschungen und anderen gefälschten Produkten ausgehen, bereits zu Beginn der Krise besonders deutlich gemacht. Ernsthafte Gesundheits- und Sicherheitsprobleme entstehen, wenn Menschen Arzneimittelfälschungen online bestellen, denn sie enthalten oft nicht die richtige Formel und können auch gefährliche Inhaltsstoffe enthalten.

Während einer öffentlichen Gesundheitskrise wie der aktuellen Pandemie wird der Kampf gegen das massive globale Problem noch akuter. In der Tat hat beispielsweise Interpol eine Zunahme von gefälschten medizinischen Produkten im Zusammenhang mit COVID-19 festgestellt.

Auch wir haben diesen Trend zu Beginn der Pandemie bereits erkannt und auf der Basis von Statistiken zur globalen Fälschungskriminalität 5 Prognosen zu Arzneimittelfälschungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus formuliert.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden im Zusammenhang mit dem Coronavirus auch in Entwicklungsländern immer mehr Arzneimittelfälschungen verkauft. Sowohl die US Customs and Border Protection (CBP) als auch die Zollbehörden anderer Länder meldeten Beschlagnahmungen von gefälschten COVID-19-Tests und persönlicher Schutzausrüstung wie Gesichtsmasken und Handdesinfektionsmittel.

Diese Beispiele zeigen, dass unsere Prognosen leider richtig waren und bislang zu wenig getan wurde, um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Regierungen müssen die legale und sichere Herkunft von pharmazeutischen Produkten sicherstellen, sowohl online als auch in unseren Apotheken vor Ort. Denn Arzneimittelfälschungen verursachen sowohl erhebliche wirtschaftliche Schäden als auch Risiken für die Gesundheit und Sicherheit der Bürger.

Um Regierungen bei der Bekämpfung des Handels mit gefälschten Arzneimitteln zu unterstützen, haben sich die OECD und das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) zusammengetan, um politischen Entscheidungsträgern solide empirische Daten über den Wert, den Umfang und die Trends  zur Verfügung zu stellen.

1. Produktfälschungen weltweit

 

Die OECD informiert in einem aktualisierten Report über die aktuellen Zahlen auf dem globalen Fälschungsmarkt:

„Im Jahr 2016 belief sich der Handel mit gefälschten Produkten und Raubkopien sogar auf 509 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht bis zu 3,3 % des Welthandels.
Der Anteil der Fälschungen am Welthandel ist deutlich gewachsen. Im Jahr 2013 entfielen bis zu 2,5 % des Welthandels auf gefälschte Waren (bis zu 461 Mrd. USD).
Dieses Wachstum wurde in einer Zeit verzeichnet, in der der Welthandel insgesamt relativ rückläufig war. Die Intensität der Fälschungen nimmt zu – ein großes Risiko für die wissensbasierte, offene und globalisierte Wirtschaft!“

In der EU beliefen sich die Importe von Produktfälschungen 2016 auf bis zu 121 Milliarden Euro (134 Mrd. USD). Das heißt, bis zu 6,8 % der EU-Importe waren gefälschte Produkte (gegenüber 5 % im Jahr 2013). Dabei sind diese Produkte weltweit am häufigsten von Fälschungen betroffen:

Welche Produkte sind von Fälschungen betroffen? Grafik der OECD

Welche Produkte sind am häufigsten von Fälschungen betroffen? Quelle: OECD, Trends in Trade in Counterfeit and Pirated Goods.

 

2. Arzneimittelfälschungen Statistiken 2020

 

Gefälschte Arzneimittel verursachen nicht nur wirtschaftliche Verluste für die Pharmaindustrie, sondern stellen auch eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit der gesamten Öffentlichkeit dar. Die gemeinsame Studie der EUIPO und der OECD zum Handel mit gefälschten pharmazeutischen Produkten, die am 23. März 2020 veröffentlicht wurde, zeigt, dass der internationale Handel mit Arzneimittelfälschungen im Jahr 2016 etwa 38,9 Milliarden Euro erreichte.

EUIPO/OECD: Trade in Counterfeit Pharmaceutical Products

Die Studie zeigt, dass gefälschte Antibiotika, Potenzmittel oder Lifestyle Lifestyle-Medikamente, aber auch Schmerzmittel am häufigsten vorkommen. Auch andere Arzneimittelfälschungen wurden beschlagnahmt (siehe Grafik unten). Gefälschte Pharmazeutika können zu wenig, zu viel oder gar keinen Wirkstoff des echten Medikaments enthalten. Sie können aber auch verunreinigt sein oder gänzlich falsche Inhaltsstoffe enthalten.

EUIPO (Juni 2020): Häufigkeit verschiedener beschlagnahmter Arzneimittelfälschungen von 2014-2016

EUIPO (Juni 2020): Häufigkeit verschiedener beschlagnahmter Arzneimittelfälschungen von 2014-2016, Quelle: EUIPO, 2020 STATUS REPORT ON IPR INFRINGEMENT.

Die Einnahmeverluste der EU-Regierungen durch die Steuerhinterziehung von Arzneimittelfälschern belaufen sich auf ca. 1,7 Milliarden Euro. 96 % aller vom Zoll beschlagnahmten gefälschten Arzneimittel, sind Post- oder Expresskuriersendungen. Auch die sozialen Kosten gefälschter Arzneimittel sind hoch. Schätzungsweise werden pro Jahr mehr als 80 000 Arbeitsplätze durch die Fälschungskriminalität im Pharmasektor der EU und verbundenen Sektoren verloren.

Gefälschte Produkte, wie z. B. unerprobte Behandlungen, Corona-Tests, medizinische Geräte und Zubehör wie Masken, Beatmungsgeräte, Handschuhe etc. überschwemmen seit Anfang 2020 aber nicht nur den europäischen Markt.

Die National Association of Boards of Pharmacy (NABP) hat viele illegale Online-Apotheken identifiziert, die vorgeben, verschreibungspflichtige Medikamente zu verkaufen, die für die Behandlung von COVID-19 vermarktet werden. Die NABP fand heraus, dass über 90% der identifizierten COVID-19-Domains anonym registriert wurden, was es für die Vollzugsbehörden schwierig macht:

NABP, 2020: Rogue Online Pharmacies in the Time of Pandemic: Capitalizing on Misinformation and Fear

Die illegalen Seiten bewerben und verkaufen Impfstoff-Fakes und Arzneimittelfälschungen, die angeblich zur Vorbeugung und Behandlung von COVID-19 dienen. Seit März 2020 wurde eine große Anzahl neuer Domain-Namen für illegale Zwecke registriert, die Begriffe wie „covid“, „corona“ und „virus“ enthielten. Es scheinen vorwiegend professionelle Fälscher zu sein, die zuvor bereits mit anderen Arzneimittelfälschungen online aktiv waren und nun versuchen, mit COVID-19-bezogenen Medikamentenfälschungen Profit zu machen.

Die Pandemie hat also gezeigt gezeigt, dass sich Kriminelle schnell an neue Marktbedingungen anpassen können und immer wieder Wege finden, die legale Supply Chain von Pharma-Unternehmen zu infiltrieren. Vor allem, weil bislang keine effektive Lösung zur Nachverfolgung der Lieferkette und Bekämpfung von Fälschungen angewendet wird.

Es ist höchste Zeit, die Blockchain hier einzusetzen.

3. Weiterführende Quellen:

 

EUIPO (Juni 2020), 2020 Status Report on IPR Infringement, Why IP Rights are important, IPR infringement, and the fight against counterfeiting and piracy, doi: 10.2814/165063, https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/d7e6f903-c577-11ea-b3a4-01aa75ed71a1 (zuletzt aufgerufen am 04.01.2021)

European Commission (Dezember, 2020), Commission Staff Working Document, Counterfeit and Piracy Watch List, Brüssel, https://trade.ec.europa.eu/doclib/press/index.cfm?id=2225 (zuletzt aufgerufen am 04.01.2021)

OECD/EUIPO (März 2020), Trade in Counterfeit Pharmaceutical Products, Illicit Trade, OECD Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/a7c7e054-en.

Sarhaddar, Arman (Juni 2020), Wie die Blockchain vor Arzneimittelfälschungen schützt, https://www.industry-of-things.de/wie-die-blockchain-vor-arzneimittelfaelschungen-schuetzt-a-937779/

 

Coronavirus: Eine Vielzahl von Tests und Studien zur Umwidmung bereits zugelassener Medikamente werden durchgeführt. Diese könnten bereits gefälscht werden.

Coronavirus Prognose 2020 – Teil 2
5 Thesen zu Arzneimittelfälschungen in der Krisenzeit

Im letzten Blogbeitrag lieferten wir eine ausführliche Prognose zu Arzneimittelfälschungen angesichts der aktuellen Krise durch das grassierende Coronavirus. Es folgen einige ergänzende Gedanken in 5 Thesen zum Coronavirus und Arzneimittelfälschungen… sowie der Blockchain.

Denn mit der Blockchain können Unternehmen nicht nur ihre Supply Chain vor dem Eintritt von Arzneimittelfälschungen schützen. Jeder Einzelne könnte darüber hinaus ganz einfach mit dem Handy überprüfen, ob es sich bei einem gekauften Medikament um ein Original oder eine Fälschung handelt.

CEO Arman Sarhaddars Beitrag über die Zukunft eines Blockchain-Europas wurde nun auch von der renommierten News-Plattform Industry of Things publiziert. Europa kann mit der Applikation der Blockchain-Technologie im Pharma-Sektor jetzt die Initiative ergreifen und zum globalen Blockchain-Vorreiter werden.

Auch die #Datenspende-App des RKI sollte Blockchain-basiert sein, da nur so der optimale Schutz vor Hackerangriffen und die Privatsphäre des einzelnen gewährleistet ist.

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Im Kampf gegen Corona… und Arzneimittelfälschungen, an die bislang noch nicht gedacht wird.


5 Thesen zu Arzneimittelfälschungen

 

These 1 zu den Arzneimittelfälschungen des Jahres 2020

 

Die Medikamente gegen das Coronavirus werden die Arzneimittel des Jahres 2020 sein und damit auch die Arzneimittelfälschungen des Jahres.

Die Beispiele Viagra und Antibiotika (weiter unten) zeigen, dass beliebte und dringend gebrauchte Medikamente besonders häufig gefälscht werden. Auch die Nachfrage nach den Heilmitteln gegen das Coronavirus ist riesig und das Angebot wird zwangsläufig hinterherhinken.

Denn selbst wenn alle erdenklichen Produktionsstätten mobilisiert werden und Pharma-Konzerne zusammenarbeiten, statt sich angesichts des immensen Profitversprechens gegenseitig – wie üblich – Konkurrenz zu machen, wird die Produktion vor allem eines benötigen: Zeit.

Bis die erste Million, geschweige denn die erste Milliarde Präparate, produziert ist, wird Zeit vergehen, in der die Fälscher massenweise Arzneimittelfälschungen und Imitate billig produzieren können. Diese können schnell über illegale Vertriebskanäle online vertrieben werden.

Sobald die ersten Corona-Medikamente die Herstellung verlassen, können die Fälscher auch die aktuell unzureichend geschützten Supply Chains der Pharma-Produzenten infiltrieren – was sie zuvor bereits erfolgreich taten – und potentiell gefährliche Arzneimittelfälschungen auch in die legale Vertriebskette einschleusen. 

Die Arzneimittelfälschungen könnten potentiell einen verheerenderen Schaden anrichten als das Coronavirus selbst. Doch nicht nur Menschenleben stehen auf dem Spiel. Die Produzenten der Corona-Medikamente werden nur bedingt mit Ruhm und Heldentum ausgezeichnet. Denn die Arzneimittelfälschungen in den legalen Distributionskanälen werden zu massiven Image-Schäden führen, welche jede gute Tat kompensieren.

 

These 2 zum Fälschungsmarkt der Entwicklungsländer

 

Auf dem Fälschungsmarkt der Entwicklungsländer erscheinen billige Arzneimittelfälschungen als konkurrenzlos „bessere“ Angebote.

Die Nachfrage nach Präparaten zur Heilung und Impfung gegen das Coronavirus wird aus allen Ländern gleichermaßen kommen und Fälscher haben es leicht, die armen Länder ausbeuten. Die Fälscher nutzen den Fälschungsmarkt der ärmeren Länder bereits in vollem Umfang aus.

Schon jetzt sind etwa 30 % der Medikamente in Asien oder Südamerika und bis zu 50 % in Afrika Arzneimittelfälschungen.

Viele Fälscher können und werden sich mit den bald in Produktion gehenden Arzneimittelfälschungen der Coronavirus-Pandemie weiterhin auf die armen Länder konzentrieren. Solche, die viele Lücken im System aufweisen, wie die mangelhaften bis gänzlich fehlenden Importkontrollen durch fehlendes Personal, durch die Arzneimittelfälschungen ohne Schwierigkeiten vertrieben werden können.

Die Fälscher können Arzneimittelfälschungen hier problemlos (wenn auch nur geringfügig) günstiger anbieten. Für ärmere Länder und viele einzelne, monetär schlecht stehende Institutionen stellen diese „bessere Angebote“ dar und die Originale sind vergleichsweise keine Konkurrenz mehr.

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Jedes 2. oder 3. Medikament in Afrika ist ein Fake! Die Wirtschaftswoche spricht bei der Einnahme von Arzneimitteln in Entwicklungsländern daher von einem „Glücksspiel“. Glück hat hier auch, wer nur die schnöde Fälschung ohne irgendeinen Wirkstoff erwischt. Denn nach Angaben der WHO, enthalten 60 % aller Arzneimittelfälschungen keine Wirkstoffe, allerdings etwa 16 % gänzlich falsche Wirkstoffe. Es handelt sich hier vor allem um gefälschte Antibiotika – die am meisten benötigten Medikamente.

 

Zum Vergleich:

Industrienationen sind aufgrund der arzneimittelrechtlichen Kontrollen und der engen Zusammenarbeit von Herstellern, pharmazeutischem Großhandel, Apotheken und Behörden vergleichsweise sicherer vor Arzneimittelfälschungen. Dennoch bleiben wir nicht unberührt von Fälschungskriminalität im großen Stil: In den USA wurden rund 1,5 Millionen gefälschte Anti-Baby-Pillen beschlagnahmt, die zu wenig Wirkstoff enthielten.

Und um noch einmal auf Sildenafil, besser bekannt als Viagra, zurückzukommen: Im Jahr 2006 wurden allein in der EU 2,5 Millionen gefälschte Viagra-Tabletten beschlagnahmt. 2007 waren es 3,4 Millionen. [Quelle]

Die professionellen Fälscher, die bereits erfolgreich legale Vertriebskanäle in Europa oder den USA infiltriert haben, werden diejenigen sein, welche die Coronavirus-Nische des Fälschungsmarktes als erstes einnehmen. 

 

These 3 zur Umwidmung bereits zugelassener Medikamente (und ihren Fälschungen)

 

Die Arzneimittelfälscher fertigen vielleicht bereits Fälschungen zugelassener Medikamente, die für eine Umwidmung infrage kommen.

Dank der weltweiten Lieferengpässe nimmt der Handel mit gefälschtem medizinischen Equipment drastisch zu. Die Diebstähle und kriminellen Manöver sind bereits in einen Atemschutzmasken-Krieg ausgeartet.

Neben der Neuentwicklung von Medikamenten gegen das Coronavirus, wird auch eine Vielzahl an klinischen Studien zur Umwidmung bereits existierender Medikamente durchgeführt, zum Beispiel von anderen antiviralen Medikamenten.

Denn es ist wahrscheinlicher, dass ein bereits zugelassenes Medikament die ersehnte Heilung bringt oder dies zumindest sehr viel früher geschieht, als dass ein gänzlich neuer Wirkstoff für die breite Masse verfügbar sein wird.

Coronavirus: Eine Vielzahl von Tests und Studien zur Umwidmung bereits zugelassener Medikamente werden durchgeführt. Diese könnten bereits gefälscht werden.

Im Durchschnitt koste die Neuentwicklung eines Medikaments ca. 1 Milliarde Euro, denn es muss einen weitaus längeren Prozess durchlaufen: von der Entwicklung und ersten klinischen Studien über arzneimittelrechtlichen Kontrollen und Erstzulassung bis hin zur Produktion… die bei der Einrichtung der Produktionsstätte und der Produktionszahl 0 beginnen muss. Ein bereits zugelassenes Arzneimittel muss viele der obigen Schritte nicht noch einmal oder nur verkürzt durchlaufen, eine Produktionsstätte ist schon vorhanden und eine gewisse Menge des Medikaments steht bereits zur Verfügung. [Quelle]

Aktuell sind Fake-COVID-19-Medikamente im Netz keine Ausnahme mehr. Doch der Massenvertrieb beginnt dann, wenn die Menschen offiziell informiert werden, dass es ein wirksames Mittel gegen das Coronavirus gibt.

Und dieser Prozess der Information durch die Medien hat bereits begonnen. Denn beispielsweise ist bekannt geworden, dass das Grippemittel Avigan aus Japan sehr gute Chancen hat, gegen das Coronavirus wirksam zu sein – und schon hat Deutschland sich mit Millionen von Tablettenpackungen eingedeckt, die u.a. von der Bundeswehr verteilt werden sollen.

… und DAS wissen auch die Fälscher, die sich schließlich ebenfalls informieren und bereits in die Produktion gegangen sein könnten. Arzneimittelfälschungen dieser und anderer vielversprechender Medikamente lassen sich jetzt schon dank des vermittelten Wissens durch Medien und Nachrichten leicht an den Mann bringen.

Denken Sie einmal darüber nach: Wie viele Menschen haben bereits im Internet nach einer Möglichkeit gesucht, eine Packung Avigan zu ersteigen? Und wie viel sind sie bereit zu zahlen, um ein so vielversprechendes Medikament zu bekommen?

 

These 4 zum Mangel an Cybersecurity 

 

Die Fälscher werden es leicht haben, an die nötigen Informationen der Pharma-Unternehmen und ihrer Distributionspartner zu kommen, denn es mangelt an Cybersecurity.

Die Lücke im System sind zum einen die Heimcomputer, von denen aus aktuell viele Angestellte im Home Office auf die internen Server der Unternehmen zugreifen. Damit werden es die Fälscher leichter haben als zuvor. Gleichzeitig sollte jeder, dessen Präsenz in den Räumlichkeiten der Unternehmen nicht zwingend erforderlich ist, angesichts der Krise zuhause bleiben.

Unternehmen müssen hier sicherstellen, dass Informationssicherheit und Datenschutz weiterhin gewährleistet sind, was die DSGVO ohnehin vorschreibt.

Es sind allerdings nicht nur die Heimcomputer, die uns Sorgen machen sollten, sondern auch der Trend zu #Datenspende-Apps, der nun auch in Deutschland angekommen ist. Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt die Corona-App zur Verfügung und betont, dass es sich um eine freiwillig Spende persönlicher Daten handle, die mittels Nutzer-ID pseudonymisiert gespeichert und ausgewertet werden

Doch die kontroverse Maßnahme regt Datenschutz-Experten zur Kritik an. Ein gewisser Schutz der Privatsphäre wird zwar gewährleistet, doch die gesammelten Daten werden zentral gespeichert und sind somit nicht ausreichend vor Hackerangriffen geschützt.

Eine Blockchain-Lösung könnte helfen, indem die gesundheitsbezogenen Datenspenden dezentralisiert gespeichert werden und somit nicht gehackt werden können.

 

These 5 zur Blockchain als optimale Lösungen dieser Probleme

 

Hier und jetzt hat Europa gute Chancen zum Blockchain-Vorreiter werden, denn mit der Blockchain können Arzneimittel fälschungssicher gemacht werden.

Arman Sarhaddar, der Erfinder der ivault Blockchain, berichtete bereits für Blockchain Insider von den Chancen Europas zum globalen Blockchain-Vorreiter zu werden. Nun hat auch Industry of Things, seinen Beitrag publiziert. Es ist bereits der zweite Beitrag unseres CEOs auf der renommierten Plattform von und für Blockchain-Experten.

Hier berichtete er über Produktfälschungen in der Lieferkette:

„Die Nachverfolgung der Inhaltsstoffe ist gerade im Medizinsektor entscheidend. […] Gerade Kunden dieser Produkte möchten sicher sein, keine Fälschung erworben zu haben. Für sie spielt zudem die Qualität der Inhaltsstoffe eine essentielle Rolle und im Schadensfall muss die Schwachstelle zweifelsfrei identifizierbar sein.“

Europa hat nun die Chance, die Rolle als Blockchain-Vorreiter auf dem Weltmarkt zu einzunehmen, indem die intelligenteste Lösung für das Supply Chain Management der Pharma-Unternehmen implementiert wird: die Blockchain.

Die Blockchain bietet nicht nur den optimalen Schutz gegen den Eintritt von Arzneimittelfälschungen in die Lieferkette. Sie vereinfacht zugleich die Erkennung von Fälschungen und Rückverfolgung der Schwachstelle, da sie die höchstmögliche Transparenz der Supply Chain für den Hersteller bietet.

Aber nicht nur das: Potentiell könnte jeder Käufer die Möglichkeit haben ein gekauftes Medikament auf seine Echtheit zu prüfen. Per Scan eines QR-Codes auf der Produktverpackung via App. So erkennt jeder Einzelne, ob es sich um ein Original oder eine Fälschung handelt.

 

Zum Vergleich: Aktuelle Methoden zur Erhöhung der Fälschungssicherheit sind intelligent und komplex – es soll Fälschern schließlich nicht gelingen, authentische Arzneimittelfälschungen herzustellen – aber sie nicht unbedingt praktisch und effizient.

1. Ein Beispiel ist der Fälschungsschutz securPharm: 

„Bei dem End-to-End-Verifikationssystem lädt der Hersteller die packungsbezogenen Daten in die Datenbank der pharmazeutischen Industrie hoch. Zur Verifikation scannt die Apotheke den Data Matrix Code und löst somit eine Überprüfung in der Industriedatenbank aus. Wird der in der Datenbank vermerkte Status „positiv“ an die Apotheke zurückgemeldet, kann das Arzneimittel „ausgebucht“ und an den Patienten abgegeben werden.“

Der Fehler dieses Systems ist, dass die Daten zentral gespeichert werden und damit von raffinierten Hackern leicht manipuliert werden können.

Die Blockchain speichert Daten grundlegend anders: Die Distribution (Verteilung) von Daten auf Nodes (Computer) in einem globalen Netzwerk ergibt eine dezentralisierte Datenbank. Die so zusammengeschlossenen Computer fungieren als die „Blöcke“ in der Blockchain.

Alle Einträge werden auf den Computern individuell verschlüsselt, und Änderungen müssen von allen Blöcken im System bestätigt werden, sodass die Blockchain praktisch unhackbar ist und Daten nicht mehr manipuliert werden können.

2. Merck schützt Produkte mit Securalic Reveal:

„Securalic® Reveal sind spezielle Pigmente für unsichtbare Sicherheit. Die Securalic® Reveal Taggants sind mit bloßem Auge nicht zu sehen und können nur von speziellen Sensoren erkannt werden. Dies ermöglicht es Ihnen, Ihr wertvolles geistiges Eigentum auf allen Stufen der Lieferkette zu schützen.“

Die mikroskopisch kleinen Partikel können z.B. den Druckfarben für die Produktverpackung oder anderen Materialien beigemischt werden. Doch wie praktikabel ist ein solches Verfahren?

Der Fehler hier ist, dass es eines speziellen Gerätes bedarf, um das Produkt auf Echtheit zu prüfen. Dieses Gerät müsste im Besitz des Großhandels, der kleinen Apotheken und des Endkonsumenten sein – was wenig realistisch ist.

Und darüber hinaus: Wenn eine Fälschung irgendwo auftaucht, z.B. nachdem der Hersteller das Produkt mit seinem Detektor geprüft hat, wie kann nachvollzogen, woher die Fälschung kam?

Mit der Blockchain dagegen ist es möglich, dass jeder Einzelne einfach per App nachprüfen kann. Damit sorgt die Blockchain nicht nur optimalen Markenschutz, sondern auch Produkt- und Patientensicherheit.

Eine so hohe Produkt- und Fälschungssicherheit ist nur mit der Blockchain möglich und dient zugleich als eine viel effektivere Abschreckung gegen Fälschungskriminalität – denn es ist leicht herauszufinden, wo Fälschungen in die Supply Chain gelangt sind.

Die einzige Hürde: Wenn Europa sich als Blockchain-Leader positionieren will, muss jetzt gehandelt werden.

Arzneimittelfälschungen Coronavirus fake drugs and counterfeit pharmaceuticals

Coronavirus Prognose 2020 – Teil 1
Von COVID-19 Fake News zu Arzneimittelfälschungen

Unsere Coronavirus Prognose für den Fälschungsmarkt: Rund um das COVID-19 kursieren aktuell Fake News und erste Arzneimittelfälschungen, die Behauptungen von der plötzlichen Entdeckung eines Wundermittels gegen das neuartige COVID-19-Virus aufstellen. Sie nutzen die Verunsicherung und Angst vieler Mensch in der aktuellen Situation dreist aus. Doch eine viel größere Gefahr erwartet uns…

Die Coronavirus Prognose befasst sich mit der globalen Problematik des Handels mit Arzneimittelfälschungen, die mitunter fatale Konsequenzen nach sich ziehen. Die Marktreife der ersten Heilmittel und Impfstoffe, an denen Forscher und Ärzte aktuell intensiv arbeiten, wird nicht nur Hoffnung und Heilung bringen, sondern auch eine äußert profitable Nische auf dem Fälschungsmarkt eröffnen.

Die Fälscher werden hier schnell Wege finden, Fälschungen von Corona-Medikament und -Impfstoff sowohl über das Netz als auch über die legale Vertriebskette zu verkaufen. Es folgen 3 Fakten mit interessanten Beispielen und Ressourcen, die unsere Coronavirus Prognose untermauern und die Gefahr mehr als deutlich demonstrieren:

  1. Der Handel mit Arzneimittelfälschungen ist ein bereits etabliertes und höchst professionalisiertes, organisiertes Verbrechen, das Todesfälle und Milliardenverluste verantwortet.
  2. Schon jetzt wird die Angst und Verunsicherung der Menschen durch die Pandemie von unseriösen Online-Händlern ausgenutzt.
  3. Die ersten Fälschungen kommen bereits auf: Gefälschtes medizinisches Equipment ist aktuell Top Seller im Netz!
Arzneimittelfälschungen-Coronavirus

Coronavirus Prognose: Medikament oder Impfstoff – wann ist es so weit? Und wann tauchen die ersten Arzneimittelfälschungen auf?


Coronavirus Prognose: 3 Fakten und 3 Thesen zur globalen Fälschungskriminalität

 

1. Der Handel mit Arzneimittelfälschungen ist ein bereits etabliertes und höchst professionalisiertes, organisiertes Verbrechen, welches Milliardenverluste und viele Todesfälle verantwortet.

 

Der Handel mit Medikamentenfälschungen ist heute zu einem der größten globalen Probleme geworden: Weltweit stehen nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 15 Prozent der Arzneimittel unter Fälschungsverdacht, in Asien und Afrika sind es sogar 30 bis 50 % aller Medikamente. In deutschen Apotheken und Kliniken könnte es sich schätzungsweise bei nahezu jedem 100. Medikament um Arzneimittelfälschungen handeln. 

In den EU-Mitgliedsstaaten wurde trotz strenger Vorschriften in den letzten Jahren eine erhebliche Zunahme des Handels mit Arzneimittelfälschungen beobachtet. In Europa allein gehen der Pharmaindustrie dabei jährlich rund 10 Milliarden Euro verloren, so Europol und EUIPO (Verluste der Einzelhändler wie Apotheken seien hier nicht eingerechnet):

EUIPO – The economic cost of IPR infringement in the pharmaceutical industry

Die EUIPO veröffentlichte diese Statistik:Die EUIPO veröffentlichte diese Statistik: Für die EU als Ganzes wird die Gesamtwirkung von Fälschungen auf 4,4% des Umsatzes oder 10,2 Milliarden Euro geschätzt. Dies ist eine direkte Schätzung der Umsatzverluste, die den rechtmäßigen Herstellern und Großhändlern von Arzneimitteln in der EU jedes Jahr aufgrund von Fälschungen entstehen.

Coronavirus Prognose: Die EUIPO veröffentlichte diese Statistik. Für die EU wird die Gesamtwirkung von Fälschungen auf 4,4% des Umsatzes oder 10,2 Milliarden Euro geschätzt. Dies ist eine direkte Schätzung der Umsatzverluste, die den rechtmäßigen Herstellern und Großhändlern von Arzneimitteln in der EU jedes Jahr aufgrund von Fälschungen entstehen.

 

Für die Kriminellen sind die Gewinne hier bei weitem höher als im Drogenhandel. Dabei sind der Diebstahl von Arzneimitteln und Verkauf sowie Medikamentenfälschungen längst nicht mehr ausschließlich Domäne dubioser Online-Anbieter. Auch in deutschen Apotheken tauchen immer mehr gestohlene Medikamente, umgefüllt, verdünnt und manipuliert, wieder auf. Insbesondere aus italienischen Krankenhäusern werden zunehmend Medikamente gestohlen, wie 2014 das Krebsmedikament Herceptin von Roche.

Die manipulierten Ampullen tauchten schließlich auch in deutschen Apotheken auf. Fälscher konnten diese Arzneimittelfälschungen auch in Finnland und Großbritannien scheinbar ohne Schwierigkeiten in die legalen Vertriebskanäle einschleusen. Und dahinter stecken immense Gewinnsummen, denn 150 mg des komplexen Präparates gegen Brustkrebs sind etwa 850 € wert!

Das Medikament hat außerdem eine biologische Halbwertszeit von 2-12 Tagen und muss bei einer Temperatur -20°C transportiert werden. Dass die Fälscher auf korrekte Lagerungstemperatur und entsprechende Transportbedingungen geachtet haben, ist eher nicht denkbar, sodass der enthaltene Wirkstoff sein Wirkungspotential größtenteils verloren haben wird.

Die Fälscher haben sich mit illegalen Mitteln bereits ein „professionelles“ Netzwerk, aufgebaut, das reibungslos zu funktionieren scheint. Sie scheinen den aktuellen zum Teil beängstigend veralteten Sicherheitssystemen der Hersteller und legalen Verkäufer weit voraus. Die Profis werden sich beim Verkauf von gefälschten Corona Medikamenten und Impfstoffen sicher auch nicht zurückhalten, denn hier tut sich ein Profitversprechen auf, dass alle bisherigen Gewinnaussichten übersteigen könnte.

An dieser Stelle gibt es einen enorm großen Handlungsbedarf und gerade im Bezug auf die Corona-Krise muss JETZT gehandelt werden. Entsprechende Vorkehrungen müssen dringend getroffen werden noch bevor das erste Corona Medikament die Produktion verlässt, damit die Fälscher diese Situation nicht schamlos ausnutzen können und es hier – im schlimmsten Fall – vermehrt zu Todesfällen kommt.

Neben den Milliardenverlusten und der Bereicherung der Kriminellen auf Kosten der Gesundheit oder gar des Lebens der Opfer, wird auch die Reputation der Pharma-Unternehmen hier in Mitleidenschaft gezogen. Ärzte und Apotheker wichen in der Vergangenheit oft auf Präparate anderer Hersteller aus, wenn Fälle von Medikamentenfälschungen bekannt wurden. Die Image-Schäden durch Fälschungskriminalität sind unverschuldet, doch es dauert Jahre, vielleicht Jahrzehnte, die Unternehmensreputation wieder aufzubauen, z.B. mit kostenintensiven Marketing- und Werbemaßnahmen.

Doch die Fälscher schlafen in dieser Zeit nicht.

 

Sie werden sich ein Medikament nach dem anderen vornehmen und das kann ein und dasselbe Unternehmen mehrmals treffen (und das wird auch, denn wenn die Fälscher erst mal einen Weg gefunden haben, Medikamente zu stehlen und Fälschungen zurück in die Supply Chain zu schmuggeln oder andersweitig in den Verkehr zu bringen, dann werden sie diesen Weg auch weiterhin nutzen). Man werfe nur einen Blick auf die Webseiten und Landing Pages der großen Pharma-Konzerne (Stand 31.03.2020):

  • Bayer warnt aktuell vor möglichen Arzneimittelfälschungen in der eigenen Wertschöpfungskette (neben den Medikamentenfälschungen, die auf nicht zugelassenen Vertriebswegen verkauft werden):

„Warnung vor Fälschung in der legalen Vertriebskette:
Bei Xarelto® 20 mg Filmtabletten der Packungsgröße N2 (28 Tabletten), Charge BXHVHC3 in polnisch-slowakischer Aufmachung handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Fälschungen. Sollte Ihnen eine solche Packung vorliegen, kontaktieren Sie uns umgehend. Mehr

  • Pfizer hält auf der unternehmenseigenen Webseite keine Informationen zu Arzneimittelfälschungen bereit. Dabei ist es längst kein Geheimnis mehr, dass die beliebte blaue Viagra-Pille – Pfizer’s Erfolgsrezept zur Behandlung der erektilen Dysfunktion – das bislang meist-gefälschte Medikament ist. Oder zumindest eines davon… Die Bild-Zeitung drückt es – wie immer – besonders radikal aus mit dem Titel: Rattenkot und Bleifarbe in gefälschten Viagra-Pillen! So gefährlich sind die Plagiate. In vielen Köpfen ist Pfizer leider zu dem großen Pharma-Konzern geworden, der die negative Seite der Pharmaindustrie repräsentiert… Das bekannte Pharma-Unternehmen hat hier mit massiven Image-Schäden zu kämpfen, dass es zum Teil vollkommen übersehen wird, wenn das Unternehmen etwas Gutes leistet.
  • Weitere aktuelle Beispiele gibt z.B. auf gelbe-liste.de.

Sowohl Bayer als auch Pfizer stehen im Kampf gegen Corona an der Front. Bayer warnt auf der Landing Page für Warnung vor Arzneimittelfälschungen bereits vor Kriminellen, die die aktuelle Situation und die Angst der Bevölkerung ausnutzen. Pfizer skizziert einen Fünf-Punkte-Plan im Kampf gegen COVID-19, mit der Aufforderung an die gesamte Pharmaindustrie im Kampf gegen Corona zusammenzuarbeiten, statt sich gegenseitig weiterhin Konkurrenz zu machen. Gemeinsam mit BioNTech entwickeln sie außerdem einen Impfstoffkandidaten gegen COVID-19.

Die Fälscher werden sich wohl kaum zurückhalten, ihren Vorteil daraus zu ziehen… bei Produkten von Pfizer hatten sie ja bereits großen Erfolg!

2. Schon jetzt wird die Angst und Verunsicherung der Menschen durch die Pandemie von unseriösen Online-Händlern ausgenutzt.

 

Neben den Fake News und Falschmeldungen zur Pandemie, hinter denen politische oder religiöse Interessen stecken, wollen Fake News vor allem eines: Verkaufsfördernd sein. Die Verbraucherzentrale warnt vor den unseriösen Gesundheitsversprechen im Netz, wie vor kurzen die behauptete Immunität gegen das Coronavirus durch homöopathische Globuli.

Noch beunruhigender ist die falsche Behauptung, der „Wirkstoff Chlordioxid“ helfe gegen Corona. Es handelt sich hierbei um ein herkömmliches Bleichmittel, dessen orale Einnahme für den Menschen sehr gefährlich und gesundheitsschädlich sein kann.

Und der Corona-Markt boomt, denn die Menschen sind verunsichert und suchen nach ergänzenden Präparaten, die ihr Immunsystem bei der Abwehr des Virus unterstützen wollen. So werden bereits Vitaminpräparate, aber auch andere Produkte gefälscht. Im Blog von Golisan geht es vor allem um Nahrungsergänzungsmittel, die mit Schlagwort Corona aggressiv verkaufsfördernd beworben werden, aber auch andere Produkte würden

…aggressiv mit Corona-Hashtags beworben …von Pullovern und Socken bis hin zu handgemachten Disney-Artikeln auf Etsy – dort wurden Produkte zum Thema Coronavirus bereits entfernt. Auch die Marktplatz-Riesen Amazon und Ebay gehen gegen die Corona-Händler vor. Amazon habe bereits Zehntausende Corona-Produkte in Deutschland gesperrt und gelöscht, die die Unsicherheit der Kunden ausnutzten und mit Wucherpreisen beworben wurden.“

Auch Bayer weist auf den Handel mit Arzneimittelfälschungen in sozialen Netzwerken hin. Doch die kleinkriminellen Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller und Verkäufer auf Etsy und Co. sind noch lange nicht die eigentliche Gefahr. Diese Beispiele zeigen nur, dass eine große internationale Bereitschaft zum unseriösen Online-Handel da ist.

Die eigentliche Gefahr besteht aber darin, dass auch die großen Fälscher in naher Zukunft Initiative ergreifen werden, was sie tatsächlich vereinzelt schon tun, denn:

 

3. Die ersten Fälschungen kommen bereits auf: Gefälschtes medizinisches Equipment ist aktuell Top Seller im Netz!

 

Coronavirus Prognose: Fake News oder reale Gefahr? Massen-Arzneimittelfälschungen stehen am Gipfelpunkt dieser Entwicklung... (Quelle: @crimefact auf Instagram, 28.03.2020)

Coronavirus Prognose: Fake News oder reale Gefahr? Massen-Arzneimittelfälschungen stehen am Gipfelpunkt dieser Entwicklung… (Quelle: @crimefact auf Instagram, 28.03.2020)

 

Durch das Coronavirus hat sich bereits eine profitable Nische im Fälschungsmarkt aufgetan: Der Handel mit gefälschten Schutzmasken und anderem medizinischen Equipment hat in den wenigen letzten Wochen ein radikales, kaum skalierbares Ausmaß angenommen. Nach Angaben von Europol seien bei einem weltweiten Polizeieinsatz kürzlich etwa 34.000 gefälschte chirurgische Masken sichergestellt worden.

Gefälscht würden auch jetzt schon bekannte antivirale Medikamente, für die eine Wirkung gegen Corona allerdings nicht nachgewiesen ist. Die Europol-Direktorin Catherine De Bolle konstatiert:

„Solche kriminellen Aktivitäten während einer Gesundheitskrise sind besonders bedrohlich und können Menschenleben gefährden.“

Die Cyberkriminalität setze besonders dort an, wo es an Cybersecurity mangelt: Viele Beschäftigte großer Firmen arbeiten aktuell an den weniger gut gesicherten Heimcomputern im Home Office und greifen von dort aus auf die Netzwerke ihrer Arbeitgeber zu. So haben Fälscher in der Krisen-Zeit noch leichter Zugang zu vertraulichen Daten und wertvollen internen Informationen, die in jedem erdenklichen Sinne missbraucht werden können.

Der Handel mit gefälschter medizinischer Ausrüstung zeigt nicht nur sehr gut, wie schnell die Fälscher hier sind, sondern auch wie groß die Gefahr bereits jetzt ist: Wie viele Ärzte in Krankenhäusern arbeiten in diesem Moment unwissend mit gefälschten Masken, die für das Virus durchlässig sind? Wie viele Arzthelferinnen und Arzthelfer werden sich und andere durch gefälschtes Equipment infizieren?

Wie viele Menschenleben stehen dabei auf dem Spiel?


Fazit der Coronavirus Prognose 2020: Blockchain gegen Arzneimittelfälschungen

 

Was wir jetzt brauchen, ist eine Revolution im Kampf gegen den Fälschungsmarkt und eine effiziente Lösung, mit der wir Produktfälschungen wie Arzneimittelfälschungen auf der einen Seite erkennen können und auf der anderen Seite die Echtheit von Originalen verifizieren, Produktsicherheit erhöhen und Schadensfälle vermeiden können. 

Arman Sarhaddar, CEO und Founder von Vault Security Systems AG und der neuen Brand ivault, ist sich sicher, dass wir hier mit der innovativen Anwendung der Blockchain die Zahl der Arzneimittelfälschungen drastisch verringern können. Viele Pharma-Unternehmen haben bereits QR-Codes auf ihren Verpackungen, doch was fehlt ist die Registrierung der Produkte in einer Blockchain, die erst die höchstmögliche Produkt- und Datensicherheit bietet.

Wenn Europa Blockchain-Vorreiter sein will, ist es jetzt an der Zeit, eine Blockchain-Lösung für dieses Problem zu implementieren. Die Blockchain-Technologie stellt die optimale Lösung bereit und bringt Licht in diese düstere Coronavirus Prognose.

Arman Sarhaddar, inventor of the innovative product ivault Blockchain Insider features our startup Vault Security Systems AG as one of Europe's pioneering blockchain companies.

Europa als Blockchain-Vorreiter (mit ivault™ an der Spitze)

Kurz: In dieser Woche schrieb Arman Sarhaddar, CEO und Gründer der Vault Security Systems AG, einen Gastbeitrag für eine der führenden deutschen Nachrichten-Webseiten zum Thema Blockchain. Den ganzen Artikel können Sie hier lesen. Eine kurze Zusammenfassung über die 3 wichtigen Punkte, die Arman fokussiert, bekommen Sie in diesem Blogeintrag.

Arman schreibt, dass das Prinzip der doppelten Buchführung vor über 500 Jahren erfunden worden ist. Es sollte mehr Transparenz und bessere Nachvollziehbarkeit bringen. Die Distributed-Ledger-Technologie kann dies durch die dezentralisierte Datenbank noch besser. Ein zwischengeschalteter Vermittler, um die Buchungen der beteiligten Parteien zu verfolgen und zu bestätigen, wird dabei nicht mehr benötigt.

Arman Sarhaddar, inventor of the innovative product ivault Blockchain Insider features our startup Vault Security Systems AG as one of Europe's pioneering blockchain companies.

Arman Sarhaddar – Erfinder des innovativen Produkts ivault.
Auf der renommierten deutschen Webseite blockchain-insider.de wird unser Startup Vault Security Systems AG als einer der europäischen Pionierunternehmen für Blockchain-Applikationen präsentiert – neben Telefonica Germany und Amazon Web Services Germany.

Von der Buchhaltung und Rechnungsprüfung bis hin zur Herkunftsnachweis- und Antragsbearbeitung. Alle Branchen werden in naher Zukunft von Lösungen zu profitieren, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Bei Arzneimitteln und Medizinprodukten oder hochpreisigen Markenartikeln, argumentiert Arman, ist die unbestreitbare Sicherheit, dass ein authentisches Produkt und keine Fälschung gekauft und verwendet wird unerlässlich. Die Blockchain kann die vollständige Rückverfolgbarkeit jeder Supply Chain gewährleisten und gibt damit allen Beteiligten die notwendige Sicherheit.

1. Nicht jeder muss wissen wie die Blockchain genau funktioniert

 

Ein großer Teil der Bevölkerung hat keine genaue Vorstellung von der Funktionsweise der Distributed-Ledger-Technologie. Das ist jedoch kein Problem, denn wichtig ist für den Einzelnen nicht, wie die Blockchain funktioniert, sondern dass sie funktioniert und dass sie vieles einfacher, schneller und kostengünstiger macht. In unserem letzten Blogeintrag konnten Sie zum Beispiel lesen, wie effizient die Applikation der ivault Blockchain gegen Fälschungskriminalität sein wird. Wir sollten uns weniger darauf konzentrieren, über die Funktionsweise zu sprechen, sondern darauf, die Effektivität und Vorteile der Technologie klar zu kommunizieren.

Hierfür brauchen wir mehr konkrete Anwendungsbeispiele, die den Effizienzgewinn durch die Blockchain demonstrieren können, um zum Beispiel auch den weniger technik-affinen Entscheidungsträgern die Wichtigkeit der Technologie näher bringen zu können. Über unseren Use Case Golisan haben wir  in der Vergangenheit bereits berichtet. Wir arbeiten auch aktuell daran weiter. Für einen detaillierten Einblick, können Sie sich auch den Vortrag zu ivault.app von CTO Martin Beyer ansehen.

Am World Economic Forum (WEF) konnten wir sehen, dass einige Unternehmen mit innovativen Ideen und Produkten bereits in den Startlöchern stehen. Das Jahr 2020 könnte die erste Anwendung der Blockchain in großem Maßstab markieren.

2. Rechtliche Herausforderungen in Europa

 

Die umfassende Anwendung der Blockchain-Technologie, insbesondere in Europa, steht allerdings noch vor einigen Herausforderungen, wie der fehlenden Rechtssicherheit. Die Tatsache, dass Daten nicht zentral, sondern dezentral (d.h. in einem Netzwerk von Computern) gespeichert werden, ist ein Grundprinzip der Technologie. Einmal gespeicherte Daten können nicht mehr verändert werden. Es ist weder ein Dritter nötig, dem alle Marktteilnehmer vertrauen müssen, noch gibt es einen zentralen Speicherort, der von Kriminellen angegriffen oder durch technische Störungen gelähmt werden könnte.

In der EU ist jedoch das Recht auf Berichtigung und/oder Löschung der gespeicherten Daten im DSGVO verankert, was mit der Revisionssicherheit der Blockchain nicht vereinbar ist. Hier sind nachträgliche Änderungen grundsätzlich ausgeschlossen, da somit die höchste Datensicherheit und Cybersecurity gewährleistet werden kann! In Deutschland und der Schweiz ist man sich dessen bewusst und arbeitet aktiv an Lösungen, da die Länder von der Blockchain-Wirtschaft profitieren werden.

3. Frühzeitig Blockchain-Kompetenz aufzubauen verschafft einen klaren Wettbewerbsvorteil

 

Nicht nur Regierungen haben erkannt, dass die Blockchain in Zukunft eine Schlüsseltechnologie sein wird. Auch Unternehmen versuchen eifrig, sich in diesem Bereich Know-how aufzubauen. Blockchain- und Cybersecurity-Expertise könnten wohl bald zu den gefragtesten Bewerberqualifikationen – Universitätsabschlüsse und Zertifikate in diesem Bereich sind allerdings noch relativ selten, so Arman. Unternehmen sind oft gar nicht in der Lage, die Fachkenntnisse der Spezialisten und Bewerber zu beurteilen. Mit externen Ausbildungsprogrammen und Schulungen können Führungskräfte gezielt die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter fördern und Kompetenzen im eigenen Haus so früh wie möglich aufbauen.

Unternehmen, die hier frühzeitig handeln, werden einen klaren Wettbewerbsvorteil vor allem auch gegenüber der amerikanischen und asiatischen Konkurrenz erlangen. Sowohl die einzelnen europäischen Länder als auch die EU arbeiten bereits aktiv an der Förderung der Technologie. Es liegt nun auch an den Entscheidungsträgern in den einzelnen Unternehmen, sich der Sache anzunehmen.

Der Erfinder von ivault fasst daher zusammen, dass sich Europa als treibende Kraft in einer Vorreiterrolle auf dem Blockchain-Gebiet dann behaupten kann, wenn die Gesetzesanpassungen und die Innovationskraft der europäischen Unternehmen ineinander greifen.

iVault verified: Protect products against counterfeit

Konsequenzen von Fakes, Fälschungen und Fälschungskriminalität

Produktfälschungen: Hier sind einige weitere Erkenntnisse von der Veranstaltung im Park Hyatt Hotel in Zürich, die folgende Frage genauer beantworten kann: Warum brauchen wir ein Produkt wie ivault – ein globales Netzwerk, das die Blockchain-Technologie zur Registrierung und Identifizierung von Vermögenswerten (wie verlorene oder gestohlene Gegenstände) verwendet und das höchste Level der Cybersecurity bieten kann?

Unser B2B-Produkt hilft Unternehmen, ihre Lieferkette sicherer zu machen und vor Fälschungskriminalität zu schützen. Darüber hinaus können Unternehmen über unsere Anwendung auch ihren gesamten Produktlebenszyklus leicht verfolgen und verwalten. In seiner Präsentation nimmt CEO Arman den Fälschungsmarkt und die Fälscher genauer unter die Lupe, um die heutige Situation zu beurteilen.

iVault verified: Protect products against counterfeit

ivault verified: Produkte mit diesem Logo schützen.


Fälschungen: Der Fälschungsmarkt ist stark und wächst

 

Eine Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) basierend auf einer halben Million Beschlagnahmungen von Fälschungen zeigt: Im Jahr 2016 fielen 3,3% des Welthandels in den Fälschungsmarkt und fast 6,8% der EU-Importe. Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr die Notwendigkeit eines koordinierten globalen Vorgehens gegen Piraterie und den Handel mit Fälschungen.

In seinem Vortrag erläuterte CTO Martin Beyer, wie Unternehmen wie Golisan ihre Produkte mit dem ivault schützen können. Die ivault-Blockchain macht es einfach, gefälschte Produkte, die in die Supply Chain gelangt sind, zu erkennen, bevor der Ruf des Unternehmens oder Kunden erheblich geschädigt werden kann. Das ivault verified-Etikett dient damit als wirksame Abschreckung gegen Fälschungen und Betrug (und darüber hinaus auch gegen Diebstahl, was unsere B2C-Plattform zur Registrierung und Suche nach verlorenen und gestohlenen Artikeln über ivault.app betrifft).

Mit dem wachsenden Markenbewusstsein für ivault werden also immer mehr Fälscher es vermeiden, sich mit Unternehmen anzulegen, die ihre Produkte als von ivault verifiziert kennzeichnen lassen, denn – dank der Vorteile der Blockchain-Technologie – können wir kriminellen Aktivitäten schnell entdecken. Weitere Informationen zur Funktionsweise von ivault finden Sie hier.

Um auf die oben genannten Zahlen zurückzukommen: Wie kann es sein, dass Raubkopien und Fälschungen einen so großen Anteil am Welthandel und an den EU-Importen haben? In diesem Video erklärt Arman nicht nur, warum der Markt der Fälscher so schnell wächst, sondern auch, wer die Fälscher sind und was sie tun.

Wie können wir gegen Fälschungskriminalität vorgehen?

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fälscher weder Steuern zahlen noch in Research and Developement investieren. Das ist, was die großen Unternehmen tun. Daraus kann man leicht schließen, dass die Fälscher mehr Wachstum aufweisen als z.B. Belgien oder die Schweiz. Das führt letztendlich auch zur Streichung von Arbeitsplätzen und zu einer Erhöhung der staatlichen Sozialausgaben.

Vom Hersteller bis zum Endverbraucher umfasst die Lieferkette in der Regel Groß- und Einzelhändler, sowie Parallelimporte, -exporte und Zwischenhändler. Irgendwo dazwischen kann ein Fälscher dieses System infiltrieren und Fälschungen in den Prozess einschleusen. Im Internet gibt es immer mehr hinterhältige Methoden, um gefälschte Produkte zu verkaufen.

In beiden Fällen entsprechen diese Produkte in der Regel nicht den Sicherheitsstandards oder halten Grenzwerten für Inhaltsstoffe ein (z.B. bei Medikamenten), was im schlimmsten Fall zu tödlichen Zwischenfällen führt.

Fälscher, Fälschungen und gefälschte Produkte: Diese Probleme manifestieren sich und betreffen so gut wie alle Unternehmen und ihre Kunden.

Fälscher, Fälschungen und gefälschte Produkte: Diese Probleme manifestieren sich und betreffen so gut wie alle Unternehmen und ihre Kunden.

Aber wie können wir das mit der ivault Blockchain vermeiden? Die Lösung ist einfach: Der Hersteller druckt einen QR-Code auf die Verpackung seines Produkts. Großhändler, Einzelhändler, Parallel- und Zwischenhändler müssen diesen Code mit der ivault App scannen, um zu prüfen, ob es sich um das Originalprodukt handelt. Die Information, dass das Produkt angekommen und gescannt wurde, wird in der Blockchain gespeichert. Der Hersteller kann z. B. prüfen, ob das Produkt erfolgreich an den Großhändler geliefert und von diesem gescannt wurde.

Dadurch ist die Lieferkette vollkommen transparent und sicher, denn die Daten, die einmal in der Blockkette registriert wurden, können nicht mehr verfälscht werden. Wenn ein Verdacht entsteht, z.B. wenn ein Produkt gescannt wird, aber keine Informationen darüber vorhanden sind, kann leicht nachverfolgt werden, an welcher Stelle sich vielleicht eine Fälschung eingeschlichen hat.

Arman ist davon überzeugt, dass ivault bereits etwas Herausragendes leistet, wenn wir nur  10% des Fälschungsmarktes in den Griff bekommen. Wenn sie mehr darüber erfahren möchten, wie ivault.app funktioniert, hinterlassen Sie uns einen Kommentar im Kommentarbereich unten. Gerne beantworten wir Ihre Fragen.

Wenn Sie unseren YouTube-Kanal noch nicht abonniert haben, sollten Sie dies tun: Hier geht es zu ivault auf YouTube zu gelangen. In Kürze werden wir weitere Event-Videos von CEO Arman Sarhaddar und weitere interessante Informationen über das ivault Konzept hochladen. Sie können auch den ivault Newsletter abonnieren.

Arman Sarhaddar über Amazon Transparency und Blockchain Technologie

Kurz: Amazon Transparency ist noch lange nicht die ultimative Antwort auf das globale Problem gefälschter Produkte. Arman Sarhaddar, CEO und Gründer der Vault Security Systems AG, schrieb einen Gastartikel für Industry of Things über dieses brisante Thema.

Industry of Things ist eine deutsche Online-Plattform für Expertenwissen zu Themen wie Internet of Things (IoT), Artificial Intelligence (AI) und Blockchain-Technologien.

Dieser Blogbeitrag soll einen kurzen Überblick über Armans Artikel zum Thema Amazon Transparency geben und wie Blockchain-Lösungen dabei helfen können, die Sicherheit von Produkten in der Lieferkette zu verbessern: Lesen Sie seinen Beitrag hier.

Amazon Transparency gegen Produktfälschungen.

Amazon Transparency gegen Produktfälschungen.


Amazon transparency im Kampf gegen Produktfälschungen

 

Die Plattform Industry of Things bringt Fachleute aus IT und Industrie zusammen, um einen interdisziplinären Austausch zu ermöglichen. Mehr als 40 Redakteure berichten über aktuelle Entwicklungen. Zusätzlich bringen Experten wie Arman Sarhaddar mit Nähe zur Praxis neue Perspektiven auf Anwendungen, Technologien und interessante Einsichten ein zu Themen wie Künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit, InfoSec sowie zu politischen Ereignissen und weiteren aktuellen Themen.

Arman erklärt in seinem Beitrag, dass Amazon Transparency immer noch nicht die ultimative Antwort auf das Problem der gefälschten Produkte ist. Doch die Tatsache, dass einer der weltweit größten Online-Händler ankündigt, mehr Transparenz in Sachen Produktauthentizität schaffen zu wollen, zeigt den dringenden Handlungsbedarf.

Was aber kann helfen, wenn es z.B. um die Sicherheit von medizinischen Produkten und die Nachverfolgung der Inhaltsstoffe geht? Schwerer wird es noch bei Nahrungsergänzungsmitteln, die weniger streng kontrolliert werden als verschreibungspflichtige Medikamente und daher lukrativ für Unternehmen erscheinen, die unrechtmäßig Imitationen produzieren und verkaufen.

Eine solche Lösung kann ivault bieten. Blockchain-Technologien wie diese könnten Amazons Probleme mit Produktfälschungen lösen und Unternehmen helfen ihre Supply Chain transparenter zu gestalten. Das zeigt auch unser erster Versuch der Implementierung einer Blockchain-Lösung für die Golisan GmbH, von der wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben.

Aber auch in anderen Bereichen kann die ivault Blockchain eingesetzt werden, denn diese hat vor allem 3 Vorteile, über die Arman in seinem Beitrag berichtet. Ein Beispiel ist, dass die dezentrale Datenbank praktisch unhackbar ist und einmal eingespeicherte Informationen nicht mehr manipuliert werden können.

Amazon Transparency: Was denken Sie?

 

Haben Sie sich bereits für den ivault Newsletter angemeldet? Wenn nicht, können Sie sich hier schnell anmelden.

Was halten Sie vom Amazon Transparency Programm und dem Potenzial der ivault Blockchain in diesem Bereich? Schreiben Sie uns in einem Kommentar unten oder fragen Sie uns, was Sie wissen wollen. Wir werden so schnell wie möglich antworten!

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ivault at malta ai & blockchain summit 2019

ivault™ am Malta AIBC Summit 2019

Kurz: Ein Teil des Managements der Vault Security Systems AG war zu Besuch auf dem Malta AI & Blockchain Summit 2019 (AIBC Summit 2019).Wir waren begeistert, denn wir hatten die Möglichkeit, unser Produkt 100 Startups, 700 Investoren, 5500 Delegierten und 150 Ausstellern vorzustellen.

Wie Sie sich denken können, war es auch eine großartige Gelegenheit, sich mit anderen Unternehmen und Fachleuten aus den Bereichen Blockchain, Big Data, KI, IoT und Quantum Technologies zu vernetzen. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Termine mit unseren neuen Bekanntschaften.

AIBC Summit 2019: CMO Lothar Rentschler und CEO Arman Sarhaddar in Malta

AIBC Summit 2019: CMO Lothar Rentschler und CEO Arman Sarhaddar in Malta


ivault am AIBC Summit 2019

 

Wie Sie anhand der Liste oben ersehen können, waren wir in diesem Jahr bereits auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos und dem Global InsurTech Summit in Istanbul. Der Malta AI & Blockchain Summit ist ein derart großes Ereignis, dass die Insel, ein eigenes Land, wirklich zur „Blockchain Island“, wenn nicht gar zum „Blockchain Country“ geworden ist.

2018 was the year Malta cemented itself as The Blockchain Island with the launch of three bills during the Malta AI & Blockchain Summit last November.

In 2019, the Blockchain & A.I. Nation is moving beyond the hype. The Maltese Government will enact a world first: a fourth bill, giving a D.A.O. its own legal personality. In addition, a task force is also working around the clock on a set of incentives that will support businesses in Artificial Intelligence.

In Malta hatten wir eine weitere großartige Gelegenheit, viele inspirierende Personen und ihre Pionierunternehmen der Blockchain- und KI-Technologien kennenzulernen. Im Bild unten sprachen wir mit Hamza Afifi, dem Organisator des Gipfels.

From left to right: Lothar Rentschler, CMO; Hamza Afifi, the administrator of the Malta AI & Blockchain Summit; Arman Sarhaddar, our CEO

Von links nach rechts: Lothar Rentschler, CMO der Vault Security Systems AG; Hamza Afifi, der Organisator des Malta AI & Blockchain Summit, und Arman Sarhaddar, unser CEO.

Durch die hohe Teilnehmerzahl am AIBC Summit 2019 hatten wir sehr gute Möglichkeiten zum Networking, die wir natürlich intensiv nutzten. Darüber hinaus waren auch die Vorträge nennenswert. Etwa 200 Speakers referierten am AIBC Summit 2019. Leider hatten wir da kaum die Möglichkeit uns alle Vorträge anzuhören (obwohl wir das natürlich gern getan hätten). Die Keynote-Präsentation wurde von Joseph Muscat, dem Premierminister von Malta, gehalten.

Wir haben auch an einigen Workshops und Konferenzen teilgenommen. Themen von Interesse waren für uns vor allem auch:

  • Blockchain for Transport & Logistics
    und
  • Blockchain for Healthcare.

Dabei handelte es sich um Podiumsdiskussionen mit mehreren Teilnehmern.

Die Anwesenden zeigten sich auch von ivault beeindruckt. Unsere globalen Plattform auf Blockchain-Basis, die die Lieferkette eines Unternehmens vor Fälschungen schützen kann. Natürlich haben wir auch über InfoSec / Cybersecurity und GDPR Compliance gesprochen. Unser Netzwerk ist in diesen Tagen stark gewachsen. Wir das nächste große Ereignis wie dieses kaum erwarten. Hoffentlich sind Sie auch dabei. Im folgenden Video erhalten Sie einen Einblick in die energiegeladene Atmosphäre auf dem Veranstaltungsgelände voller zukunftsorientierter Geister, die – wie wir – gerade auf dem Weg sind, etwas Enormes zu leisten.

Was denken Sie?

 

Wenn Sie noch keine Gelegenheit hatten, am AIBC Summit 2019 in Malta vorbeizuschauen und mehr über das Event erfahren möchten: Sie können diesen Artikel vom ersten Tag vor Ort. Oder Sie können das halbjährlich eigens für die zukunftsweisende Anwendungen von AI- und Blockchain-basierten Technologien publizierte Magazin „Block“ lesen. In diesem wird ein besonderer Fokus auf die Blockchain-Industrie in Malta gelegt. Es gibt einen schnellen Überblick über unsere Erfahrungen dort. Lesenswert!

Haben Sie sich bereits für den ivault Newsletter angemeldet? Wenn nicht, können Sie sich hier schnell anmelden.

Beantworten Sie uns gerne eine dieser Fragen in einem Kommentar unten oder fragen Sie uns, was Sie wissen wollen. Wir werden so schnell wie möglich antworten!

  • Waren Sie am AIBC Summit 2019? Was halten Sie von dem Malta AI & Blockchain Summit?
  • Probieren Sie ivault.app bald selbst aus… und sagen Sie uns, was Sie denken.
  • Von welchen weiteren Themen möchten Sie in unserem Blog lesen? Fehlen Ihnen noch mehr Fakten zur Blockchain wie Informationen über FinTech, MedTech oder das Marketing?
Amanda Kayne from CNN interviews Blockchain pioneer Vault Security Systems AG

CNN Blockchain Interview
Was macht ivault™ so einzigartig?

In Kürze: Wieder einmal steht unser revolutionäres Produkt ivault im Rampenlicht: Im CNN Interview werden CEO Arman und COO Urs von der bekannten Moderatorin Amanda Kayne zu ivault und der Zukunft der Blockchain-Technologie befragt. Sehen Sie sich weiter unten das ungekürzte Interview an, dass aktuell ausgestrahlt wird. Sie werden sicher einige neue Insights zur ivault Blockchain erhalten.

CNN Interview (von links nach rechts): Amanda Kayne, CNN Moderatorin; Arman Sarhaddar, CEO und Gründer der Vault Security Systems AG; Urs E. Gattiker, COO.

CNN Interview (von links nach rechts): Amanda Kayne, CNN Moderatorin; Arman Sarhaddar, CEO und Gründer der Vault Security Systems AG; Urs E. Gattiker, COO.


CNN Interview: Unternehmen profitieren von ivault

 

Im letzten Blogbeitrag informierten wir noch über Arman’s erfolgreichen Auftritt und eine spannende Rede am InsurTech Summit 2019 in Istanbul.

Heute haben wir noch bessere News für Sie!

Vom 27. bis 31 Mai 2019 wird das Interview von CNNMoney Switzerland im Fernsehen ausgestrahlt. Unser Produkt ivault steht natürlich im Mittelpunkt.

Amanda Kayne von CNN ist schon seit über 20 Jahren bekannt für ihr starkes charismatisches Auftreten im Fernsehen. Sie moderierte bereits für Unternehmen wie Bank Julius Baer, SIX und Google. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Sie in unserem CNN Interview die richtigen Fragen stellt.

So fasst Chief Operating Officer und Gründer Arman Sarhaddar zu Beginn zusammen, um was es sich bei dem Produkt handelt – für alle die noch nicht wissen, was ivault ist: ivault ist ein globales Netzwerk, dass seine Nutzer Vermögenswerte registrieren und identifizieren lässt. Beispielsweise verlorene oder gestohlene Gegenstände.

Daraus ergeben sich nicht nur Vorteile für den einzelnen Nutzer: Auch Unternehmen wie Golisan profitieren von dem innovativen Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie. Diese Unternehmen können mithilfe von ivault vermeiden, dass gefälschte Produkte in ihre Supply Chain (Wertschöpfungskette) geraten, ihrem guten Ruf schaden und das Vertrauen ihrer Kunden so zerstören.

Wie es zu der Idee kam ivault zu entwickeln, wissen wir bereits aus einem der ersten Videos über ivault. In diesem erzählte er uns, dass er selbst ausgeraubt wurde und er damals gerne eine Lösung wie ivault zur Hand gehabt hätte, um seine Sachen wiederzufinden.

Heute kann Arman Sarhaddar das Produkt iVAULT im CNN Interview vorstellen.

Heute kann Arman Sarhaddar das Produkt ivault im CNN Interview präsentieren.

Urs E. Gattiker, Chief Operating Officer, erklärt im CNN Interview unten zudem noch einmal, wie genau die Blockchain Technologie funktioniert. Daraus wird ersichtlich, wie einfach es ist zu tracken, ob zum Beispiel Originalteile bei der Reparatur von Fahrstühlen oder Flugzeugen verwendet wurden.

Sie werden wohl keine zweite Technologie finden, mit der es so einfach ist, die Sicherheit von Produkten in allen erdenklichen Bereichen zu gewährleisten. Ob wir nun von Luxusgütern wie Old Timer oder Schweizer Uhren sprechen oder von den pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel von Golisan, die bereits auf der Blockchain registriert sind.

Aber auch Informationssicherheit (InfoSec), wie Urs einleuchtend erklärt, spielt eine enorme Rolle für die Vault Security Systems AG. Und kaum jemand kennt sich besser aus als Urs in Sachen Datenschutz und Cybersecurity. Unser Team legt großen Wert darauf, die GDPR Compliance der Kundenunternehmen nach europäischem Standard sicherzustellen. Überzeugen Sie sich selbst und sehen Sie sich das Interview mit deutschen Untertiteln hier an:

Was ist das Ziel?

 

Urs spricht im CNN Interview ein massives globales Problem an:

Wenn man die neusten OECD-Daten anschaut, waren 2016 6,8% der in die EU importierten Produkte gefälscht. 2020 sollten es gar 10% sein. Das wollen wir reduzieren.

Es könnte sich um weitaus mehr gefälschte Produkte handeln, als die in Paris veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum angibt. Es gibt mit großer Wahrscheinlichkeit eine hohe Dunkelziffer. Hier finden Sie eine interessante Ressource zum Thema:

Kurzzusammenfassung der OECD über Ausmaß und Auswirkungen von Produkt- und Markenpiraterie

Mit ivault kann diese Zahl drastisch reduziert werden, da leicht nachvollzogen werden kann, ob es sich bei einem Produkt um ein Original oder eine Fälschung handelt. Durch die dezentralisierte Datenbank können die einmal erfassten Informationen über ein Produkt nach der Registrierung wie auch nach Reparaturen und Erneuerungen nicht mehr verändert werden. Dazu bräuchte es die Verifizierung von tausenden von öffentlichen und privaten Computern der Nutzer unserer Blockchain Lösung. Im Mittelpunkt steht für die Vault Security Systems AG dabei der Kundenservice. Nichts ist wichtiger als den Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden und Versprechen einzuhalten.

Wie Amanda Kayne es beschreibt: ivault ist die ideale Lösung für Unternehmen, die eine hohe Verantwortung tragen. Wir stellen sicher, dass unsere Plattform diese Verantwortung mittragen kann und den Unternehmen darüber hinaus die Aufgabe erheblich erleichtert wird, dieser Verantwortung nachzukommen.

Von welchen Marken oder Unternehmen würden Sie sich wünschen, dass sie die Sicherheit der ivault-Blockchain auch nutzen, damit Sie den Produkten vertrauen können? Über welche Themen würden Sie in unserem Blog gerne mehr erfahren? Was fehlt Ihnen zu den Themen FinTech, MedTech oder Cybersecurity? Bitte teilen Sie uns dies in einem Kommentar unten mit. Wir freuen uns darauf, Ihnen zu antworten! Haben Sie den ivault Newsletter schon abonniert? Wenn nicht, können Sie sich hier noch schnell eintragen.

 

3 Videos für ivault™
Über unsere Vision und Zukunft als Blockchain Unternehmen

Es besteht kein Zweifel daran, dass ivault, die neue App der Vault Security Systems AG sowohl für den einzelnen Verbraucher als auch für Unternehmen von großem Nutzen sein wird. Das Blockchain Startup aus Zürich ist auf dem Weg, ein wahrer Pionier mit einer unglaublich nützlichen Anwendung für jede einzelne Person auf diesem Planeten zu werden.

ivault ist das weltweit erste globale Netzwerk, das Blockchain Technologie nutzt, um Vermögenswerte zu registrieren und zu identifizieren. Das Netzwerk steht jedem offen und Nutzer können nicht nur nach Gegenständen suchen und so Verlorenes oder Gestohlenes wiederfinden. Sie können mit ivault auch nachweisen, dass sie die rechtmäßigen Eigentümer sind. Registriert werden können fast alle Gegenstände, die für ihren Inhaber von besonderem Wert sind.

Smartphones oder Laptops, die am Flughafen verloren gehen könnten. Das nagelneue E-Bikes oder der wertvolle Oldtimer, der seit Jahren in der Garage steht. Luxusuhren und Schmuck. Kunstgegenstände. Sport- oder Kamera-Equipment.

Sogar Haustiere können registriert werden oder aber das Lieblingskuscheltier der Tochter, das bei einem Spaziergang leicht aus dem Kinderwagen fallen könnte…

Die Produktion der 3 Videoclips für Vault Security gab mir persönlich die Möglichkeit, mit einem leidenschaftliches Team zusammen zu kommen, das etwas wirklich Innovatives auf die Beine stellt. In diesem Blogeintrag können Sie einen Blick hinter die Kulissen dieses faszinierenden Projekts werfen. Abonnieren Sie die Vault Security Systems AG auf YouTube, um die neuesten Videos gleich zu sehen. Read this blog entry in English here.

Video of Arman Sarhaddar: How he started with Vault Security Systems AG and the ivault blockchain app

Video of Arman Sarhaddar: How he started with Vault Security Systems AG and the ivault blockchain app

 

Dreharbeiten mit Vault Security in Zürich

Es ging alles ziemlich schnell. Ich bekam einen Anruf von Vault Security Systems AG. Gleich danach bereitete ich aufgeregt meine Kamera vor – für ein ganz neues Projekt: ivault.

Am Telefon wurde mir kurz erklärt, was ivault ist: Ein globales Netzwerk auf Blockchain-Basis, um Vermögenswerte wie verlorene oder gestohlene Gegenstände zu registrieren, nach ihnen zu suchen und sie zu identifizieren. Unternehmen können zusätzlich ihre Supply Chain vor Fälschungen und Betrug schützen. Der Endkonsument kann somit auch überprüfen, ob ein gekauftes Produkt ein Original ist – er benötigt dazu nichts weiter als sein Smartphone.

Nicht nur Pharma oder MedTech Unternehmen, Hersteller von Luxusgütern wie Uhren oder Sportwagen können mit der ivault Blockchain so ihre Lieferketten schützen. Auch Versicherungsunternehmen können ivault nutzen, um ihre Kunden besser zu bedienen und gleichzeitig die Schadenbearbeitung zu beschleunigen. Findet ein User einen verlorenen Gegenstand dank ivault wieder, profitieren die Versicherungen von immensen Ersparnissen.

Stellen Sie sich nun vor, überall auf der Welt wird ivault genutzt. Für mich klingt das nach einer verbesserten Welt, in der es weniger Betrug und Kriminalität gibt. Weniger Arzneimittelfälschungen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Weniger finanzielle Schäden durch Verluste.

Weniger Tränen von Mädchen, die den Teddy aus dem Kinderwagen schmeißen, denn ein anderer Spaziergänger hat ihn gefunden und sofort in der ivault App nachgeschaut, ob in seinem Umkreis kürzlich ein Teddy als vermisst gemeldet wurde…

Ich fuhr also nach Zürich, um das Team der Vault Security Systems AG kennenzulernen, denn ich wollte ein Teil dieser genialen Idee werden. Ich wollte helfen, sie zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen.

Arman Sarhaddar vor, Chief Executive Officer und Gründer der Vault Security Systems AG und der Erfinder von ivault stellte sich sich mir als erster vor und erzählte mir seine Geschichte:

 

Warum dieses Produkt, warum ivault?

 

Im Video unten erzählt Arman Sarhaddar, wie er auf die Idee kam, die Vault Security Systems AG zu gründen. Er selbst wäre froh gewesen, eine Plattform wie ivault zu haben, als er vor einigen Jahren ausgeraubt wurde und wertvolle Gegenstände verlor, die er liebte: Perser Teppiche, ein komplettes Musikstudio und Kunstgegenstände, darunter eine Holzskulptur, die ihm viel bedeutete.

Arman hätte in der ivault Datenbank nach seinen Habseligkeiten suchen und die gestohlenen Gegenstände wiederfinden können. Dies ist heute möglich, auf jedem einzelnen Smartphone – dank ivault.

Reisen wir einmal in der Zeit zurück und versetzen uns in Armans Vergangenheit:

Angenommen Arman hätte seine Holzskulptur registrieren, d.h. in die ivault Blockchain setzen können, und der Dieb versucht nun, diese nun zu verkaufen. Stellen Sie sich nun vor, Sie sind ein nichts ahnender Interessent, der Armans Holzskulptur auf ebay findet. Sie wissen um den Wert dieser Skulptur und wollen keinen gestohlenen Kunstgegenstand und erst recht keine Fälschung kaufen. Sie fragen sich, ob der Verkäufer der rechtmäßige Eigentümer ist.

Nun können Sie einfach Ihr Smartphone nehmen und überprüfen, ob die Holzskulptur in der ivault Datenbank eingetragen ist. Sie werden diese auch finden, denn sie wurde von Arman als vermisst gemeldet! Nun wissen Sie, dass es sich um eine gestohlene Skulptur handelt und können melden, dass Sie diese gefunden haben und erhalten sogar einen Finderlohn…

Für Unternehmen ist der Einsatz der ivault Blockchain im Supply Chain Management noch sinnvoller. Sie können ihre Produkte, die komplette Supply Chain mit der Blockchain Lösung von Vault Security gegen Fälschungen schützen.

Jedes gefälschte Produkt verursacht dem Hersteller Umsatzeinbußen und schädigen sein Marken Image. Den guten Ruf, den sich Unternehmen vielleicht über 100 Jahre oder sogar mehr aufgebaut haben. Schlimmer noch: Billig reproduzierte Massen an Arzneimittelfälschungen, die nicht richtig gelagert werden oder unsachgemäße Inhaltsstoffe verwenden, schaden Patienten und können im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Die ivault Blockchain macht also vor allem eines: Sie bringt uns Sicherheit und Schutz vor Diebstahl, Betrug und Fälschungen.

 

Auch ich hätte ivault gerne genutzt

 

Als Kamerafrau fühle ich mich privilegiert, die ersten 3 Videos für ivault gemacht zu haben.

Vor eingen Jahren hätte ich mich selbst über die Existenz der Plattform besonders gefreut. Zu dieser Zeit beschloss ich – noch im Studium – mein eigenes Unternehmen zu gründen. Ich kaufte eine meiner ersten Kameras aus zweiter Hand, eine gebrauchte Steadycam. Doch als das Gerät ankam, bemerkte ich, dass es nicht richtig funktionierte UND dass es eine Fälschung war. Ich hatte große Schwierigkeiten, mein Geld zurückzubekommen.

Das ist nur einer der Gedanken, durch die ich von ivault überzeugt bin. Mit ivault wäre alles viel einfacher gewesen wäre. Auch der vorangegangene Besitzer der Fälschung hätte bei seinem Kauf bereits überprüfen, ob es sich bei der Kamera tatsächlich um ein Originalprodukt handelt. Dazu kommt, dass sich ivault jeder leisten kann. Als Studentin wäre das auch für mich mehr als erschwinglich gewesen…

Natürlich weiß Lothar Rentschler, Chief Marketing Officer der Vault Security, noch besser, wovon er spricht, wenn er das hohe Marktpotenzial von ivault lobt. Deshalb sollten Sie sich als nächstes unbedingt dieses Video ansehen:

Also, was denken Sie? Hatten Sie schon einmal ein Problem, das ivault gelöst hätte? Sie hatten etwas von großem Wert verloren oder ein gefälschtes Produkt gekauft? Es muss sehr ärgerlich gewesen sein.  Ihnen fällt bestimmt eine Situation ein, in der Sie die Vorteile von ivault gerne genutzt hätten. Hier können Sie ivault ausprobieren… oder haben Sie noch Bedenken? Hinterlassen Sie einfach einen Kommentar mit Fragen oder Kritik unten. Ich freue mich darauf, Ihnen zu antworten!

Fazit

Kurz gesagt, ivault ist für so ziemlich jeden von Nutzen.

Die Dreharbeiten brachten eine Vielzahl unterschiedlicher Ideen zusammen. Ich freue mich, nun ein Teil dieses leidenschaftlichen Teams sein zu dürfen und kann die nächsten Entwicklungen kaum erwarten.